Sa

15

Dez

2012

T5-Kletterkurs beim DAV in Essen – Ein Erfahrungsbericht

Bei der Sektion Essen des Deutschen Alpenvereins e.V. durfte ich den Geocaching Erweiterungskurs T5 mitmachen. Hierbei handelt es sich um einen zweitägigen Kurs, bei dem neben dem theoretischem Wissen auch sehr viel praktische Erfahrung vermittelt werden. Der Kurs findet mit maximal 6 Personen statt. Zum Einsatz kommen dann zwei Trainer. Da wir aufgrund von kurzfristigen Absagen nur drei Teilnehmer waren, genügte ein Trainer. Unser Trainer für die zwei Tage hieß Martin.

 

Der erste Tag fand in der Zeche Helene in Essen statt. Der Kurs begann mit einer theoretischen Einführung in die Seil- und Knotenkunde. Wir lernten verschiedene Seilarten und deren Unterschiede kennen und übten die wichtigsten Knoten: Prusikknoten, Ankerstich, Mastwurf und Sackstich. Bei der weiteren Materialkunde lernten wir die Unterschiede bei Karabinern und die Abseilacht als nicht-selbstblockierendes Abseilgerät kennen. Martin erklärte uns, welche Unterschiede es beim Sportklettern und Baumklettern gibt und was man beim Kauf eines Klettergurtes beachten sollte. Als weitere Materialien stellte er uns Wurfsack, Pilotschnur, Helm und Bandschlingen vor.

 

Nach einer kurzen Pause ging es dann in den Außenbereich der Zeche Helene. Das dort befindliche Treppengeländer war dann für die nächsten Stunden unser Trainingsplatz. Hier lernten wir, wie wir unser Kletterseil einbauen und sichern. Anschließend hatten wir viel Zeit, das Aufsteigen am Seil mit der Prusiktechnik zu üben. Die furchtlosen konnten bis in den dritten Stock des Treppengeländers vordringen.

 

Anschließend ging es ans Abseilen. Es ist doch erstaunlich, wieviel Überwindung es kostet, einfach über ein Geländer zu klettern und sich ins Leere abzuseilen. Nach dieser Abschlussübung war der erste Tag geschafft – und ich auch.

 

Am zweiten Tag ging es zum Isenberg, einem Steinbruch bei Hattingen, der dem DAV Essen als Klettergarten dient. Nachdem ein paar Teilnehmer etwas verspätet eintrafen (von den Parkmöglichkeiten zum Steinbruch ist es ein Stück zu laufen), konnte es losgehen. Zunächst übten wir, das Seil im Baum mit Hilfe des Wurfsacks und der Pilotschnur einzubauen. Es gab doch einige Lacher, als der Wurfsack einige Meter unter dem angepeilten Ast gegen den Baumstamm knallte oder sich durch einen zu schwungvollen Wurf in die Botanik verabschiedete. Als das Werfen aber saß, konnten wir uns in das Seil einhängen und mit der Prusiktechnik den ersten Aufstieg wagen. Abgehärtet durch den ersten Tag konnten die Caches in den Bäumen gehoben und geloggt werden (allerdings handelte es sich nicht um offizielle, veröffentlichte Caches). Nachdem der Cache geloggt war, mussten wir am Seil hängend die Abseilacht einbauen um uns anschließend abzuseilen. Diese Übung kostete zwar einiges an Überwindung aber war schließlich machbar. Natürlich hatte Martin immer ein sorgsames Auge auf unsere Aktivitäten.

 

Am Nachmittag des zweiten Tages stand dann das Abseilen am Steinbruch auf dem Programm. Als kleine Zwischenübung durften wir mit der Big-Shot unseren Wurfsack auch mal über höher gelegene Äste schießen.

Beim Abseilen ging es dann zunächst wieder um die richtige Technik des Seileinbaus und Sicherung. Anschließend seilten wir uns die knapp 15 Meter am Steinbruch ab. Martin hatte vorher einen Cache in der Wand befestigt an dem wir zum Loggen stoppen mussten. Nach mehrmaligem Abseilen waren wir dann auch ordentlich geschafft, aber zufrieden.

Fazit

Die zwei Tage waren sehr erlebnisreich und wir wurden gut auf die Herausforderungen bei einem T5-Klettercache vorbereitet. Mit 100 € steht zwar durchaus eine Investition, aber in Hinblick auf die Möglichen Verletzungsgefahren die durch Unwissenheit bei einem Klettercache lauern, ist dies eine lohnende Investition. Besonders gut gefallen hat mir die ruhige, unaufgeregte Art von Martin gefallen, der uns die Sicherheitsaspekte gut vermitteln konnte aber auch der Spaß am Klettern nicht zu kurz kam.

 

Wenn Ihr selbst einmal diesen T5-Kletterkurs machen möchtet, dann schaut auf der Seite http://dav-essen.de/page/44 nach dem nächsten Termin oder wendet euch direkt an:

Nils Wolff

Tel.: 0151 14986854

E-Mail: nwolff@dav-essen.de

 

Autor: Robin Ewers

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