Di

28

Mai

2013

Heimatausflug: Wandercachen in den belgischen Ardennen

Am Wochenende ging es zum Wandern und Geocachen in die belgischen Ardenennen. Diesen Erfahrungsbericht hab ich in die Kategorie Heimatausflug einsortiert, da die Ardennen - zumindest von Köln und dem Rheinland aus - in weniger als zwei Stunden zu erreichen sind und man locker an einem Tag die Fahrt und die Wanderung bewältigen kann.

 

Die Ardennen

Die Ardennen sind ein Waldgebirge und liegen hauptsächlich im Südosten Belgiens. Teile erstrecken sich aber auch bis in die Eifel, Frankreich und Luxemburg. Im Osten und Süden ist es sehr bergig, im Norden und Westen flacht das Gebirge ab. Für diesen Wandercache haben wir uns in den Osten der Ardennen am Fuße des Hohen Venn begeben. Es gibt dort viele Caches die aufgrund der sprachlichen Vielfalt in Belgien meist in mehreren Sprachen beschrieben sind. Viele Beschreibungen sind auch in englisch, sodass die meisten deutschen Cacher keine sprachlichen Probleme haben.

 

Der Cache

Da wir vor allem die tolle Landschaft geniessen und einige Kilometer bewältigen wollten, haben wir uns für den Wandercache “marish“ (GC1G2VB) entschieden, da er von der Beschreibung und den Fotos genau dem entsprach, was wir uns für diesen Tag vorstellten. Mit über 140 Favoritenpunkten ist er sehr beliebt. Außerdem liegen auf dem Weg noch weitere Caches, die man quasi mitnehmen kann. Das ist interessant für alle, denen ein Found an einem Tag nicht ausreicht.

Marish hat eine Schwierigkeit von 1,5 und eine Geländebewertung von 3,5. Die Geländewertung bezieht sich vor allem auf die Länge. Der Rundweg hat eine Länge von ca. 15km und ist daher ganz klar ein Wandercache. Da der Schwerpunkt bei diesem Cache auf der Wanderung liegt, gibt es keine Rätsel zu lösen oder versteckte Behälter zu finden. Die Hauptaufgabe liegt darin, versteckte Plaketten zu finden. Die Plaketten sind an mehr oder weniger offensichtlichen Stellen befestigt. Auf den Plaketten findet sich neben den Koordinaten des nächsten Wegpunktes eine Zahl, die man sich notieren muss. Insgesamt gibt es neun Plaketten zu finden. Den Final findet man dann, indem man die notierten Zahlen zu einer Koordinate zusammensetzt.

Die Wanderung

Die Wanderung beginnt auf ca. 350m Höhe auf dem Parkplatz an einem Camping-Platz im Tal von Bévercé, einem kleinen Ort in der Nähe von Malmedy im Osten Belgiens am südlichen Rand des Hohen Venn. Dort befindet sich auch die erste Station mit einer Plakette, die die Koordinaten des nächsten Wegpunktes enthält. Der Weg führte uns entlang des Baches Trô Maret den Berg hoch. Zunächst recht flach entlang einer Wiese entwickelt sich der Weg im weiteren Verlauf zu einem mittelsteilen Pfad, der sich am reißenden Fluss entlang schlängelt, vorbei an Felsen und Wald über Brücken und Stege. Der Bach ist zwar recht schmal, die LAndschaft aber trotzdem spektakulär. Unbedingt Kamera mitbringen! Wir wir feststellten, kann der Pfad an manchen Stellen sehr matschig werden und die felsigen Stellen sehr rutschig.

 

Am zweiten Wegpunkt hätten wir beinahe einen Fehler gemacht. Die Koordinaten waren hier so schlecht zu lesen, dass wir beinahe falsch gelaufen wären. Ein Blick in die Wegpunktliste schaffte aber hier Abhilfe und wir konnten den nächsten Punkt sicher ansteuern.

 

Nachdem wir uns über Felsen und Brücken den Berg hinauf gearbeitet hatten, wurden wir mit einer ruhigeren Phase auf dem Hochplateau des Hohen Venn belohnt. Hier befinden wir uns auf ca. 600m Höhe. Die Landschaft ändert sich hier radikal. Auf einem Steg geht es hier durch eine flache Sumpflandschaft mit vielen Wasserlöchern. Mittelerde lässt grüßen.

Nach einem weiteren Waldstück und breiteren geschotterten Wegen ging es wieder runter ins Tal. Da es mittlerweile früher Nachmittag war, schien auf der benachbarten Rennstrecke von Spa-Francorchamps die Action loszugehen. Jedenfalls konnten wir in der Ferne das Röhren der Motoren hören.

 

Die letzten Wegpunkte liegen schon recht weit unten im Tal. Nachdem man den Final erreicht hat, muss man noch ca. 10-15min. Nach knapp 5 Stunden kamen wir wieder an unserem Auto an.

Nach dieser Wanderung belohnten wir uns mit einer Frikandel und belgischen Pommes in der Friterie „New Quinta“ in Eynatten (Aachener Straße) in der Nähe von Aachen direkt an der Grenze. Ein Geheimtipp!

 

Fazit

Ein wirklich toller Wandercache, der uns vor allem durch die abwechslungreiche Streckenführung und Landschaft überzeugen konnte. Mit 15km Wegstrecke ist er gut geeignet für eine halbtägige Wanderung. Festes Schuhwerk ist definitiv ein Muss und eine gewisse körperliche Fitness aufgrund der Steigung und der teilweise steinigen und holprigen Wegführung angebracht. Für Statistikliebhaber bietet der Cache auch etwas, denn entlang der Strecke kann man noch einige weitere Traditionals einsammeln.

 

Autor: Robin Ewers

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